Interviewprojekt zu den Themen Trans* und Erwerbsbiografie

Ewwe Meron Barf sucht Interviewpartner_innen zwischen 35 und 50 Jahren, die sich schon auf ihren Trans*Weg gemacht haben. Ewwe interessiert eure Geschichte sowie die folgenden Fragen:

Wie habt Ihr es geschafft, finanziell und emotional zu überleben?
Welche Tricks und Zufälle haben Euch Eure Durststrecken überbrücken lassen?
Wie sieht die Situation jetzt aus?
Was habt Ihr in der Zukunft zu erwarten?

Zu diesem Projekt gibt es einen Flyer, den Ihr hier findet:

https://akzep-trans-cux.de/wp-content/uploads/2020/09/2020-09-28-Ewwe-Meron-Barf-Interviewprojekt.pdf

Meldet Euch bei Interesse bitte per E-Mail an e.barf@gmx.de oder telefonisch unter (0176) 70012899.

Personenstandänderungen nach § 45b PStG in sozialen Medien

Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 22.04.2020 (XII ZB 383/19) festgelegt, dass der § 45b des Personenstandsgesetzes nicht für Transsexuelle / Menschen mit Geschlechtsinkongruenz gilt. Das bedeutet bis auf Weiteres, dass unter dieses Gesetz nur Menschen fallen, die unter einer „tatsächlichen“ (angeborenen, körperlichen) Variante der Geschlechtsentwicklung leiden – also umgangssprachlich „intersexuell“ sind. Dadurch sind leider in Zukunft Schwierigkeiten bei den Standesämtern nicht ausgeschlossen.

Eine Änderung der Personenstanddaten gemäß § 45b PStG ist immer ein Verwaltungsentscheid. Unrichtige Verwaltungsentscheide können zurückgenommen werden. Noch liegen keine Erkenntnisse darüber vor, ob dies bereits in Einzelfällen geschehen ist. Es ist dennoch davon abzuraten, Hinweise darauf, dass eine Änderung von Vornamen und Geschlecht aufgrund eines gegengeschlechtlichen Empfindens erfolgt sind, privat mitzuteilen oder in sozialen Medien zu posten. Entsprechende Hinweise sollten gelöscht werden. Es gibt immer und überall auch missgünstige Menschen.

Es geht zurzeit ein deutlicher Rechtsruck durch Gesellschaft und Politik – nicht nur in Ungarn, sondern in ganz Europa, also auch in Deutschland, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass in einigen Monaten oder Jahren Überprüfungen vorgenommen werden.

Das ist sehr bedauerlich und ärgerlich, aber allenfalls dann zu ändern, wenn das Personenstandgesetz angepasst wird oder das Bundesverfassungsgericht, bzw. der europäische Gerichtshof für Menschenrechte darüber eine andere Entscheidung trifft. Beides ist für die nächsten Jahre leider nicht abzusehen.

Fragen dazu könnt ihr an mich stellen (trans-beratung@web.de).

Akzep-Trans Cuxhaven auf Facebook

Unsere Selbsthilfegruppe ist jetzt auch auf Facebook. Damit eröffnen wir einen weiteren Informations- und Kommunikationskanal für alle die (noch) nicht in unserer Selbsthilfegruppe sind.

Außerdem können wir so schneller Änderungen an unserer Webseite bekannt machen.

Ihr findet uns unter https://www.facebook.com/akzeptrans.cuxhaven.

Ihr könnt uns oben auf der Seite unter „An Akzep-Trans Chronik schreiben“ / „Schreib Akzep-Trans etwas“ direkt schreiben. Dafür ist jedoch eine Freundschaftsanfrage nötig.

UKE: Neues Onlinebehandlungsangebot für Trans*, Inter* & Co.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat für Menschen in Norddeutschland, die weiter als 50 Kilometer von Hamburg entfernt wohnen, als Modellprojekt ein neues Onlinebehandlungsangebot eingerichtet.

Der Behandlungsbedarf für Trans*, Inter* und andere Betroffene ist groß – oft größer, als am Wohnort realisiert werden kann, weil qualifizierte Ärzt*innen, Therapeut*innen oder Berater*innen fehlen. Meist führt der weitere Weg dann nach Bremen, Hamburg oder in andere norddeutsche Großstädte. Das ist für viele schwierig. Dadurch kann eine Behandlungslücke entstehen, die das UKE jetzt mit dem Programm i²TransHealth schließt.

Das Angebot besteht für alle Menschen, die

  • mindestens 18 Jahre alt sind
  • im norddeutschen Raum und mindestens 50 km außerhalb von Hamburg wohnen
  • sich als transgender, transsexuell, transident, transgeschlechtlich, kurz: trans, trans* oder als non-binär, enby, abinär, agender, genderqueer u. v. m. identifizieren (oder dies herausfinden wollen).

Ein großer Vorteil für Teilnehmer*innen an diesem Programm ist die im Vergleich zur Regelbehandlung im UKE deutlich kürzere Wartezeit für ein Erstgespräch.

Download Flyer (PDF)